Infotafeln zeigen Wissenswertes am Wegesrand

Die Infotafeln sollen in erster Linie die Wanderwege aufwerten, indem Besonderheiten entlang der Strecke erläutert werden. So werden die lokalen Kulturdenkmäler auch Ortsfremden nähergebracht. Der nüchtern-informative Stil richtet sich zwar vorrangig an Erwachsene. Die Texte und Bilder auf den Schildern dürften für Kinder ebenfalls interessant sein, gerade wenn Erwachsene mit Nachwuchs darüber ins Gespräch kommen.

Von Mitgliedern des Heimat- und Kulturvereins wurden intensive Vorarbeiten geleistet, um Informationen aufzubereiten, die jedoch nicht nur für die Besucher der Gemeinde von Interesse sein dürften. Ein gutes Beispiel ist das Schild über den ehemaligen Bierkeller. Dass es einen solchen Bau außerhalb des Ortes gab, ist weithin im Ort bekannt. Viele kennen auch den Standort Richtung Krautheim. Doch damit dürfte sich das Wissen über diesen Bierkeller bei den meisten erschöpft haben. Mittels Zeitzeugen-Interviews der wenigen Einwohner, die den Bierkeller noch selbst von innen gesehen haben, wurde aufwändig recherchiert. Zuletzt steuerte über die so gewonnen Details und weitere Fachinformationen Bildhauer Elmar Göbel noch Planskizzen bei, wie der Bierkeller einmal ausgesehen haben könnte. So freut es die Akteure vom Heimat- und Kulturverein besonders, mit den Tafeln sicher dem einen oder anderen Assamstadter „Neues“ über die Ortsgeschichte präsentieren zu können. „Die Bildtafeln dokumentieren auch die Heimatgeschichte. Wir wollen damit ein Stück weit das Wissen um unsere Kulturgüter für die Nachwelt erhalten“, erklärt Walter Frank. Der Projektleiter der „Wanderwege“-Gruppe im Heimat- und Kulturverein hatte sich zusammen mit Robert Stumpf (Projektleiter „Erhalten & Gestalten“) intensiv um die „Leader“-Förderung bemüht. Stumpf zeichnete außerdem für das Großprojekt der Renovierung aller Lindenholz-Bildreliefs am Kreuzweg verantwortlich. Weitere fleißige Helfer bei den diversen Arbeitseinsätzen rund um die Bildstockwanderwege waren Hermann Leuser, Gerhard Tremmel und Helmut Deißler.

Bildstöcke, Gedenksteine und Wegekreuze: Die Assamstadter Flur ist üppig mit solchen Kleindenkmalen gespickt. Um die insgesamt 67 erfassten Kleinode einzubinden und möglichst vollzählig präsenter zu machen, wurden gleich drei Themenwanderwege von 8 bis 11 Kilometer Länge entwickelt. „Klassiker“, wie das Steffeskirchle und die Lourdes-Grotte am Oberen Stutz, werden zudem von mehreren Wanderwegen passiert – getreu dem Motto, möglichst viel Sehenswertes einzubinden.

Nicht nur, dass die bestehenden Wanderwege und Schutzhütten (Daniela und Falk Ruman, Elisabeth Geißler, Andreas Frank und Edgar Tremmel) ständig gepflegt werden. Die Anzahl der Wanderwege ist in den letzten Jahren stetig gewachsen: Wurde die Wanderwege des „Lieblichen Taubertals“ bei Assamstadt zunächst um den Kirschblütenweg erweitert, sind im Anschluss die drei Bildstockwanderwege hinzugekommen. Zusammen mit dem ebenfalls „Leader“-geförderten Naturerlebnispfad, der von Andreas Sturm (Projektleiter „Junge Erwachsene & Familien“) und seinen Mitstreitern errichtet wurde, verdichtet sich das Netz an Wegen und Anziehungspunkten rund um die Gemeinde Assamstadt zu einem attraktiven Bündel.

 

Info

Im Internet www.gisstbb.de aufrufen, unter „Themen“ den Ordner „Denkmale“ öffnen und weiter zu „Kleindenkmale“ gehen: Dort sind alle Assamstadter Kleindenkmale auf der interaktiven Flurkarte ausführlich verzeichnet. Die Möglichkeit, sich die Standorte der Kleindenkmale anzeigen zu lassen, gibt es auch für weitere Orte im Main-Tauber-Kreis (z.B. für Bad Mergentheim).
Unter www.heimat-kultur-assamstadt.de gibt es Aktuelles und Infos über den Assamstadter Heimat- und Kulturverein.